Ich meine, dass es der Liebe nicht möglich ist,
irgendwo stehen zu bleiben.
Wer nicht wächst, schrumpft.

(Teresa von Avila, 1515-1582)

wie alles schrumpft

gedanken, textschnipsel, sprüche, gedichte und zitate zum thema alter, welken, sehnsucht und so...

Wo Hautzellen nicht mehr ...

...spannen und die Antworten lachen, wo Bäume schrumpfen und Häuser wachsen, wo Blätter nicht mehr vom Frühling erzählen und grün immer noch nicht das neue Rot ist, lernen wir nur nicken.

Mancher Kabelsalat erzählt mehr Geschichten als das Leben. Daneben lächeln wir Freundlichkeiten in den Groll. Finden statt suchen, und uns durch die Heiterkeit des Sinnes tragen lassen. Wer sollte da nicht von welkenden Blättern Lieder singen können!

(© geschrieben von Monika Minder)

Wer, stets den Blick auf die Erde gerichtet, nur nach Genuss, Geld und Gut sucht, erblindet allmählich für das Höhere; der Sinn, das geistige Gesicht, schrumpft ein und geht ihm endlich ganz verloren, bis er schliesslich im Grössten und Tiefsten, im Wahrsten und Schönsten nur noch Betrug und Humbug wittert.

(Better, 1837-1917)

Wehmut war gestern

Bei aller Wehmut, wenn gewisse Dinge nicht mehr sind wie früher oder nicht mehr gehen, man kann sich immer noch erinnern an die Freude, an die Vitalität. Und man kann sich neue Freuden erobern. Schliesslich heisst loslassen auch befreien und Platz machen für Neues.

Vielleicht hatten Sie früher auch lange blonde Haare und die Männer haben Ihnen hinterhergepfiffen, wie einer Bekannten von mir. Sie ist heute froh, sind sie grau, dann erschrickt niemand, wenn man sich umdreht, lacht sie. Und man weiss, es zählen ganz andere Werte.

Wie schön, wenn man nicht mehr Berge erklimmen muss, sondern genüssliche Spaziergänge machen kann. Was man da alles sieht und riecht.

Und überhaupt, wie wäre es denn mal mit Ausschlafen und ohne Druck sich nach innen richten und horchen, was es möchte, da ganz tief drinnen.

Die Zeit kommt, wo man auswählen kann. Und das ist alles andere als schrumpfen oder welken, das ist alles andere als freudlos. Das ist das pure Leben.

(© Jo M. Wysser)

Was uns am Unmittelbarsten beglückt, ist die Heiterkeit des Sinnes, denn diese gute Eigenschaft belohnt sich augenblicklich selbst. Wer fröhlich ist, hat allemal Ursach', es zu sein: Nämlich eben diese, dass er es ist. Nichts kann so sehr wie diese Eigenschaft jedes andere gut vollkommen ersetzen, während sie selbst durch nichts zu ersetzen ist.

(Arthur Schopenhauer, 1788-1860)

Sehnsucht

Die Sonne war wieder einmal am Ziel.
Wie ein Apfel, der golden ins Dunkel fiel,
So löste sie sich aus den Wolken los
Und sank den Hügeln in den Schoß.

Die Lerchen schliefen schon im Feld.
Wir gingen einsam durch die Welt
Mit Lippen und mit Wangen rot;
Die kannten weder Schlaf noch Tod.

Ein Vogel jählings schrie im Schlaf,
Sein Ruf uns beide schreckhaft traf,
Wie ein Gedank', der aufgewacht,
Einer, der Angst hat vor der Nacht.

Die Fledermaus, die kreuzte vorbei,
Und immer einsamer gingen wir zwei.
Der Wald und Acker schrumpften ein,
Und alles ward im Dunkel klein.

Wir fühlten plötzlich wunderbar,
Daß jeder Halm entschlummert war,
Und dachten beide darüber nach:
Warum bleibt stets die Sehnsucht wach?

(Max Dauthendey, 1867-1918, deutscher Dichter, Maler)

Wie die Gegenwart schrumpft

Der Philosoph Hermann Lübbe denkt über die Zeit nach.

Zeit Zitate

Eine schöne Sammlung auf Wikiquote.

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