Moderne Geburtstagsgedichte

Moderne und lyrische Gedichte zum Geburtstag für Gratulationen und Glück-Wünsche, sowie Textbeispiele mit Ideen.

Im Moment sein

Wo Jahre mit Hürden im lächelnden Gesicht
sich ganz still wie ein Blick übers Meer zuerst
im Zeitraffer dann im zarten Schmetterlingsflügeln
bedeutsame Ereignisse vor Augen und Fragen
durch Antworten wie Schokolade auf der Zunge
in einem weiten blauen Himmel leise zerschmelzen...

(© Monika Minder)

Die Freude ist ein Moment, unverpflichtet, von vornherein zeitlos; nicht zu halten, aber auch nicht eigentlich wieder zu verlieren.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Leben nicht verlernen

Vielleicht
den Weg neu anfangen,
sich tragen lassen,
mal mit, mal ohne Plan,
dabei das Leben nicht verlernen
und tief erfahren,
dass auch bei dunklen Wolken
bunte Sterne am Himmel stehen.

(© Beat Jan)

Zeit des Wachsenlassens ist Zeit der Geduld und Liebe. Weise, wer ihr nicht flieht.

(© M.B. Hermann)

Glück

Ich hab' mein Leben genossen
An einem einzigen Tag,
Da es wie Reifenwollen
Über den Saaten lag...

Und als dann der Tag gegangen,
Da nahm ich noch die Nacht
Und hab' aus ihrem Schweigen
Tausend Himmel gemacht. - -

(Elsa Laura von Wolzogen, 1876-1945, Lautensängerin)

Sterne, ihr Blumen des Himmels, ihr winket, Blumen, ihr Sterne der Erde, ihr lauscht.

(Felix Dahn, 1834-1912)

Die Tage lächeln dich an

Die Tage lächeln dich an, wie Blumen,
die ihr Gesicht dem Himmel zukehren,
die im milden Abend ruhen
und den Tag beehren.

Was du auch Grosses anstrebst,
was du auch tust und bist,
die Welt ist reich, weil du lebst -
Schön, dass du da bist!

(© Monika Minder)

Sehnsucht nach Liebe ist Liebe. Und siehe, du bist schon gerettet, wenn du versuchst, der Liebe entgegenzuwandern.

(Antoine de Saint Exupéry, 1900-1944)

Himmelfrühlingsglanz

Im Himmelfrühlingsglanz
kann sich alles lichten,
Leben ist Tanz und Küssen.
Nicht nur, wir wissen's -
Doch Blumen blühen noch
und vergangenes Glück
wärmt uns wie im Herbst
der satte Traubenblick.

(© Jo M. Wysser)

In den Regungen des Herzens wachsen die Blumen von Morgen.

(© Hanna Schnyders)

Miteinander

Miteinander
auf Wanderschaft
Zeit im Rücken
gute und schlechte Tage
schmücken
Herz und Verstand
Immer noch Fragen
und
eine warme Hand.
Du!

(© Monika Minder)


Sonnenuntergang lila

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Bild-Text

Kleine Gesten der Liebe sind wie
Sonnenstrahlen im Winter.

(© Jo M. Wysser)





Herzensruhe

Laß Dir meinen Frieden schenken,
Sieh mich nicht so traurig an,
Ach was soll mir alles Denken,
Hast nur Liebes mir getan.

Alles Schwere ist vergessen,
Nur das Liebe bleibt zurück,
Was ich vorher nie besessen
Schenktest Du mit einem Blick.

Frieden gleitet durch die Räume
Still, im Abendschein dahin,
Und ich schlafe ohne Träume
Weil ich ohne Sehnsucht bin.

(Irene Forbes-Mosse, 1864-1946, deutsche Schriftstellerin)

Sehnsucht ist der Wünsche Flug.

(A. de Nora, 1864-1936)

die liebe

als es noch
keine blume gab
keinen vogel
und keinen baum -
da war schon der rand da
zwischen sein und nicht-sein -
die liebe.

(© Irena Stasch, Essen)

Die Liebe erhebt uns zum Urquell des Lichts.

(Kathinka Zitz-Halein, 1801-1877)

Im milden Frühlingssonnenschein

Im milden Frühlingssonnenschein
blühn die ersten Orchideen.
Ein neues Lebensjahr schaut herein,
will dich erblühen sehen.

In lauen linden Lüften wiegen
Blumen hin und her.
Verjüngtes Jahr beflügelt,
der Himmel singt dir leicht und schwer.

Das ist der Kreislauf und Gesetz,
Jugend gibt es nicht auf Dauer.
Weichen muss ein jeder Herbst,
doch jeder Lenz kann immer noch erneuern.

(© Monika Minder)


Wassersprudel

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Bild-Text

Der Zauber des Glücks liegt in den Aufgaben.
(© Monika Minder)






Dieser Tag

Dieser Tag,
eine Freude am Gehen,
nur helle Wolken am Himmel,
Inseln in geschäftiger Zeit.

Wie erste Blüten
im warmen März.

(© Beat Jan)

Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder! Wie einfach sind die wesentlichen Ereignisse.

(Antoine de Saint Exupéry, 1900-1944)

leuchten

dein gesicht
wie goldleuchtender
herbst
darin gespeichert
die farben des frühlings
die töne des sommers
und die wärme
die in deinem herzen.

(© Irena Stasch, Essen)

Gedichte hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Irena Stasch.

Das ist der Tag

Das ist der Tag
der blühenden Chrysanthemen.
Mit dir sein will ich
in einer Geschichte.
Die Zeit soll uns
nicht verfehlen,
in einem Weltmeer
voller Lichter.

(© Monika Minder)


Margerite im Abendhimmel

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Bild-Text

Gedanken sind die Sprache der Seele.

(© Monika Minder)

Widmung

Mein Herz so ganz in Dir beglückt,
Mit Waldesblumen ausgeschmückt,
Ein Dir geweihter Schrein . . .
Wenn auch die Früchte nicht gereift
Weil sie der Frost zu früh gestreift,
Die Blüten waren Dein, mein Herz,
Die Blüten waren Dein.

(Irene Forbes-Mosse, 1864-1946, deutsche Schriftstellerin)

Der Menschheit Knospen und junge Blüten. Muss man mit Liebe hegen und hüten.

(Bruno Alwin Wagner, 1835-1917)

Mit Tinte und Feder

Mit Tinte und Feder, ohne Fremdworte,
Erinnerungen ins rechte Licht gerückt,
Schritte gezählt zwischen Anfang und Ende,
zwischen Suchen und Finden
den Frühlung gezeichnet mit
Purzelbäumen im Kopf.

(© Jo M. Wysser)


Blatt
      im Abendlicht

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Es ist in dir

Es ist in dir
Alles
die Zeit
die Fülle
die Stärke
das Weiche
das Gute
das Böse
Alles
will dir
soll dir
gefallen
dich ekeln
zum Anfangen
dich bewegen
zum Lieben
erregen
Alles
ist Leidenschaft
soll sein
nichts schafft
sich von allein.

(© Monika Minder)

Ich schenke dir meinen freien Tag

Nächstens, an deinem Geburtstag,
da schenk ich dir was Schönes.
Ich schenk dir meinen freien Tag
und komme dich verwöhnen.

Vor allem eins bring ich dir als Geschenk,
Taschen voller Liebe und viel Zärtlichkeit.
Mein freier Tag ist mein Präsent
und meine Liebe meine Dankbarkeit.

Heut, an deinem Geburtstag
schenk ich dir meinen freien Tag.

(© Monika Minder)

Jeder Tag ist der Anfang eines Lebens, jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926)

Für dein bestes Glück

Eine schöne Torte
Ein paar liebe Worte
Ein Sträusschen frisch gepflückt
Für dein bestes Lebens-Glück.
Vielleicht freust du dich der Blüten
So wie ich mich an deiner Herzensgüte.

(© Monika Minder)

Sein lassen, wachsen lassen, sein lassen, nicht einfangen, unterhalten, nicht unterwerfen, dem Leben vorstehen, nicht töten.

(Laotse, ca. 6.Jh.v.Chr.)

Der Himmel schenkt dir

Der Himmel schenkt dir heute Sonnenschein.
Es möge das ganze Jahr so sein.

(© Monika Minder)

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Es gibt ein Fragen

Es gibt ein Fragen nach dem Grossen,
ein Tragen von dunklen Losen.
Es gibt Liebe, die nicht allein Genuss will,
ein Halten, treu und still.

Ein Kuss, ein zärtlich Wort,
nichts wirfst du achtlos fort.
Ein Glück, ich möcht es nie mehr geben
und dieses Band ganz lange mit dir pflegen.

(© Monika Minder)


Blumenbild mit Zitat

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Bild-Text

Denn das Leben ist die Liebe und des Lebens Leben Geist.

(Goethe 1749-1832)

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Ein Herz voller Seifenblasen

Dein Herz so reif und voller Seifenblasen,
rennst den Schmetterlingen hinterher
wie ein Kind auf nacktem Rasen.
Nichts ist bei dir leer.

Dein Herz ist voller Seifenblasen,
schenkst dein Lächeln der Natur.
Deine Worte ohne Phrasen,
deine Augen reinste Sommerglut.

Dein Herz so reif und voller Liebe!

(© Monika Minder)

An dich denken

An dich denken
tue ich so viel.
Mit diesen Worten möchte ich dir schenken
ein grosses Dankeschön.

Ein Lächeln möchte ich in dein Gesicht zaubern,
an diesem Tag dir Glück überbringen,
viel Kraft für all das Zaudern
und deine Augen möchte ich zum Leuchten bringen.

(© Monika Minder)

Dein Leben

Dein Leben ist Alltag
Ich wünsche dir einen schönen Tag.
Dein Leben ist oft leer
Ich wünsche dir das Meer.
Dein Leben ist Grund
Ich wünsche dir einen Mund.

Lippen, die dich küssen
Dich spüren lassen
Dass dein Leben mehr sein kann
Als Alltag.

Ich wünsche dir einen schönen Tag.

(© Monika Minder)

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Margeritenblüte mit
     Himmel

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Bild-Text

Es gibt keinen Weg zum Glück.
Glücklichsein ist der Weg.

(Gautama Buddha 563.483 v.Chr.)

Weisheiten zum Geburtstag

Zurückziehen

Die Vögel haben ihre Nester in den Bäumen
und ziehen sich dorthin zurück, sooft sie es brauchen.
Die Hirsche haben ihre Gebüsche und Lager,
wo sie ruhen und in der Hitze des Sommers
kühlen Schatten geniessen.
Ebenso müssen auch wir jeden Tag einen Ort besitzen,
an den wir uns stets zurückziehen und an dem wir
Erholung vom Drang der Geschäfte finden können.

(Franz von Sales 1567-1622, französischer Theologe, Mystiker)






> mehr weise Geburtstagszitate

Text-Beispiele für Geburtstags-Karten oder Briefe

1. Text-Beispiel, Idee mit Gedicht

Ich wünsche dir Erdenglück
und Glück auf Erden.
Ich wünsche dir ein erfülltes Leben
und Leben voller Fülle.
Ich wünsche dir Erinnerungen
und Verwunderungen im Erinnern.
Ich wünsche, dass dein Glück
sich immer noch erneuere
und Neues dich immer noch erfreue.

(Monika Minder)

Happy Birthday Liebe/r ...

Manchmal entwickelt sich aus etwas ganz Alltäglichem etwas Neues, etwas ganz Wunderbares und Besonderes, das uns belebt und uns ans Herz wächst.

Vielen Dank für dich und deine Freundschaft! Sie bedeutet mir viel.

Von Herzen alles Liebe und noch viele schöne Freuden und Erfüllungen wünsche ich dir von ganzem Herzen deine ...

(© Textbeispiel und Gedicht Monika Minder)

2. Text-Beispiel, Idee mit Gedicht

Ich möchte eine Blume sein,
um dir ein duftig sonniges Lächeln zu schenken.
Ich möchte ein vierblättriges Kleeblatt sein,
um dir viel Glück zu bringen.
Ja, und ein Vogel möchte ich sein,
um dir die schönsten Lieder zu singen.
Die Sonne möchte ich sein,
um dich wärmend umarmen zu können.
Und ein Dichter möchte ich sein,
um mit den richtigen Worten dir alles Liebe wünschen zu können.

(Monika Minder)

Lieber ...

Dein Herz hat immer etwas zu geben und ist offen für alle meine Sorgen und Sörgelchen. Menschen, wie dich zu finden, ist das grösste Geschenk und das schönste Glück.

Zu deinem Geburtstag gratuliere ich dir von Herzen und wünsche dir alles Liebe, alles Gute und viel Gesundheit.

In Liebe deine ...

(© Textbeispiel und Gedicht Monika Minder)

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Geburtstagsgedicht für die Mutter

Und wieder ist er uns erschienen,
Der Mutter hoher Ehrentag!
Wie freudig klopfen da die Pulse,
Wie rasch ist da des Herzens Schlag!
Wie jauchzt es freudig der entgegen,
Die seit der ersten Kinderzeit
Für uns gesorgt, für uns sich mühte,
Zu jedem Opfer gern bereit.

Sie schuf für uns den gold'nen Morgen,
Sie sang das müde Kind in Schlaf,
Sie wachte, wenn Gefahr uns drohte,
Dass sie uns wohlgeborgen traf;
Sie lehrte uns zum Himmel blicken,
die Händchen falten zum Gebet;
Sie teilte unsern kleinsten Kummer,
War Helferin uns früh und spät.

So nah'n wir heute ihr mit Danken,
Das Herz so voll und hochbeglückt,
Das unsern Kreis, den frohen, schönen,
Auch heute noch die Mutter schmückt.
Und alles, was wir wünschen können,
Es schliesst sich in die Worte ein:
O Himmel, segne uns're Mutter,
Lass uns're Mutter glücklich sein!

(Victor Blüthgen 1844-1920, deutscher Dichter, Schriftsteller)

Quelle: Buch der Wünsche, herausgegeben von Hedwig Dransfeld, Verlag von Reinhard Wilh. Thiemann, Seite 34-35.

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Bekannte und klassische Geburtstag Gedichte

An ...

Briefträger setzen sich in Trab,
Sie reissen fast die Klingel ab,
Sogar Pakete treffen ein -
Mög es das ganze Jahr so sein!

Herren, Damen kommen zu Hauf,
Sie setzen die besten Gesichter auf,
Du selber blickst gutlaunig drein -
Mög es das ganze Jahr so sein!

Im Hause ruht der Bruderstreit,
George, Theo markieren Artigkeit,
Sanfte Stimmung bei gross und klein -
Mög es das ganze Jahr so sein!

Der Himmel ist blau, die Luft ist klar.
Auf dem Simse zwitschert ein Spatzenpaar,
Am Fenster aber lacht Sonnenschein -
Mög es das ganze Jahr so sein!

(Theodor Fontane 1819-1898, deutscher Schriftsteller)


Sonnenuntergang lila

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Bild-Text

Sich den Dingen anpassen,
indem man zwischen ihnen
Harmonie schafft, das ist die Tugend;
sich mit den Dingen abfinden,
indem man sich mit ihnen vereint -
das ist das Tao.

(Tschuang Tse, um 365-290v.Chr.)

An dieselbe

Und ob der Maien stürmen will
Mit Regenguss und Hagelschlag,
Wie ein verspäteter April:
Er hat doch einen schönen Tag.

Hat einen Tag, der schlimme Mai,
Viel leiber als das ganze Jahr,
Und wo es schien mir einerlei,
Ob trüb der Himmel oder klar.

Es ist der Tag, an dem der Born
Von deines Lebens Quell entsprang,
Und meine Rose ohne Dorn
Und meiner Leier reinster Klang.

Und ist er trübe auch, ich fand
Mein Sträusslein doch in Wald und Ried
Und kann doch küssen deine Hand
Und sagen dir ein schlichtes Lied.

(Annette von Droste-Hülshoff 1797-1848, deutsche Schrifstellerin)

Glück

Ich lieg' im Gras,
Denke mir dies und das;
Sehe hinauf zu den Wolkenlämmern,
Fang' an zu dämmern.
Da überkommt mich was:
Ach! hab' ich dich?
Küssest du mich?
Ist es ein Traum? Ein Gedicht?
Ich weiss es nicht. -
Ich seufze tief:
Wie schön, wie wunderschön ich schlief!

(Richard von Volkmann (Leander) 1830-1898, deutscher Arzt und Dichter)

Rätsel

Dein Reiz, der tränend manchen Blick verhüllt,
Dein Reiz, der sehnend manches Herz erfüllt:
Der uns beglückt wie Licht, wie Blütenhauch,
Wie holder Klang, löst mir ein Rätsel auch:
Ich weiss, warum ich grüsse noch den Tag,
Warum ich ringen, dulden, leben mag.
Weiss ich doch nicht, ob durch der Welten Zahl
Ein Strahl erglänzt wie Deines Auges Strahl.
Ein Ton erklingt, wie Deiner Seele Klang -
Und bin darum vor andern Welten bang!

(Adolf Stern 1835-1907, deutscher Literaturhistoriker, Dichter)

Lieder

Wie Mondenschein so golden
Sich auf das Haus ergiesst,
Wo Schlummer nun der Holden
Die lieben Augen schliesst.

Ach, aller süsse Frieden,
Der von mir Armen wich,
Er werde dir beschieden,
Er senke sich auf dich!

Verscheuche jeden Kummer,
O Mond, von ihrer Ruh',
Und führe ihrem Schlummer
Die schönsten Träume zu!

(Friedrich Ruperti 1805-1867, deutscher Dichter)

Weihe

Der du fragest, welches Glück
Deine Liebe lohnen werde,
Weich' Unwürdiger! zurück
Von dem heil'gen Opferherde!
Denn so lang' nach Freuden noch
Strebt dein Sinnen und Verlangen,
Bist du aus der Selbstsucht Joch
Nicht zur Freiheit eingegangen.

Erst, wenn alle Lust und Qual
Deinem Blick in Nichts zerronnen,
Wird der Liebe Weihestrahl
Läuternd dein Gemüt durchsonnen,
Und beginnen wird in dir
Wunderbar erhöhtes Leben,
Jenseitsfrieden in dem Hier,
Wenn du deiner dich begeben.

Wenn du, statt zu fordern, gibst,
Wenn du, selig selbstvergessen,
An der Glut, womit du liebst,
Deine Wonne weisst zu messen,
Wenn das Herz in deiner Brust
Segensstrahlen rings entsendet,
Seines Reichtums sich bewusst,
Durch die Gaben, die es spendet.

(Betty Paoli 1814-1894, österreichische Lyrikerin)

Meine Liebe

Gold'ner als die Sonne glüht,
Reiner als der Mondenschein,
Schöner als die Rose blüht,
Wohnt die Lieb' im Herzen mein.

Wenn der Lenz von dannen zieht,
Nimmt er jede Blüth' vom Baum;
Meine Liebe geht nicht mit,
Bleibt ein ew'ger Frühlingstraum.

Und wenn Rosen nicht mehr glüh'n,
Nicht mehr lacht der Mondenschein,
Blumen, die da nicht verblüh'n,
Zaubert sie in's Herz hinein.

(Marie Eugenie Delle Grazie 1864-1931, österreichische Dichterin)

Der Sonne Geburtstag

Die Schieferdächer zottig und breit,
Noch wacht kein einzig Haus,
Zartklare Gegend und Einsamkeit,
Da jubelt ein Vöglein sich aus.

Die Sonne zu grüssen, so steigt es hinan
In reiner und reineres Blau,
Bis man es nicht mehr sehen kann,
Nun jubelt die Himmelsau.

Die Schieferdächer zottig und lang,
Schroff ragt ein Berg einher,
Die Mondsichel zart und morgenbang,
Da Wolkenfleisch, blühend und schwer.

Die Lerche hat die Sonne gesehn
Und sinkt nun wieder zu Tal,
Das hören die Morgenwinde und wehn,
Froh glühen die Wölklein zumal.

Kirschbäume stehn und richten sich aus
Und schauen stumm sich um,
Wie Kinder stehn mit Spruch und Strauss
So köstlich blöd und dumm.

Siehe, da blitzt es freudig erhellt,
Da hebt es sich und steigt,
Das liebeleuchtende Antlitz der Welt,
Und unsre Seele schweigt.

(Peter Hille 1854-1904, deutscher Schriftsteller)

Wie ich mich immer besinnen mag

Wie ich mich immer besinnen mag,
Nichts Schöneres weiss ich, als diesen Tag.

Noch oftmals kehre zu unserm Glück
Dir, teure Mutter, dein Fest zurück.

Die schönsten Gaben mög' Gott dir verleih'n,
Und immer mögest du glücklich sein!

(Hedwig Dransfeld 1871-1925, deutsche Dichterin)

aus: Buch der Wünsche

So schön wie du ist die Birke nicht

So schön wie du ist die Birke nicht,
aber sie hat doch dein Gesicht,
wenn sie nachts aus dem Dunkel schaut,
ganz von Liebe und Licht betaut.
O wäre ich ein Vogel, in ihrem grünen Haar
würde ich singen die tausend Jahr.

(Alfons Petzold 1882-1923, österreichischer Schriftsteller)

Es ist die Welt voll Süsse

Es ist die Welt voll Süsse,
seit du ihr schenktest deinen Tritt,
es brachten deine Füsse
den Traum der Himmel mit.
Wo immer du auch weilest,
glänzt in der Nacht ein heller Strahl,
und wessen Raum du teilest,
der sitzt bei Gott zu Mahl.

(Alfons Petzold 1882-1923, österreichischer Schriftsteller)

Was wäre dieser Frühling ohne dich

Was wäre dieser Frühling ohne dich?
Es würde sein, dass auch die Blumen blühen
und alle Bäume ihren Duft verschwenden,
doch für die andern nur und nicht für mich.

Es stände einer mitten in der Pracht,
wie eingeschneit vom Schnee der Einsamkeiten,
und würde schauern und es nicht begreifen,
wie alles um ihn her voll Liebe glüht und lacht.

Es ginge einer jenem Bettler gleich,
der vor sich hinsprach: "Erde, liebe Erde,
o öffne dich für mich und meine Qualen!" -
Es ginge einer durch die Strassen bleich

und wüsste nicht, wohin, wohin mit sich,
um nur nicht dieses Blühen anzusehen
und diesen Duft des Werdens einzusaugen -
was wäre dieser Frühling ohne dich!

(Alfons Petzold 1882-1923, österreichischer Schriftsteller)

Mittel zum Vergnügen

Schwestern! wollt ihr wissen,
Wie ich mich vergnüge,
Dass ich immer scherze,
Dass ich immer singe,
Dass ich auch im Winter,
Wenn auch schon die Rosen
Unser Haupt nicht krönen,
Doch noch immer scherze?
Machts wie ich, und liebet!
Doch liebet nicht nur Männer:
Liebet auch die Tugend;
Liebet schöne Bücher;
Stimmet auch die Saiten,
Dichtet schöne Lieder;
Singet von der Liebe!
Liebt ihr aber Männer;
O! so liebt nur einen,
Liebet ihn recht zärtlich,
Scherzt mit eurem Freunde:
So seid ihr recht glücklich!

(Johanne Charlotte Unzer 1725-1782, deutsche Dichterin)

Lass den Tag deine sein

Lass den Tag deine sein, doch deine nicht alleine:
gib uns ein Teil davon, uns, die wir auch sind deine,
als wie du unser bist! Verschleiss’ die liebe Zeit
mit angenehmer Lust und leichter Fröhlichkeit!
Wir sind bereit dazu, in was wir nur vermügen,
dich mit auch gleicher Gunst und Liebe zu vergnügen.
Schon’ keine Kosten nicht, und denke dies dabei,
dass in dem ganzen Jahr ein solcher Tag nur sei!

(Paul Fleming 1609-1640, deutscher Arzt und Schriftsteller)

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