Klassische Geburtstagsgedichte

Schöne Gedichte und Sprüche zum Geburtstag, bekannnte u. klassische. Diese Gedichte eignen sich nicht nur für Geburtstagswünsche.

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Ich wünsche, dass dein Glück

Ich wünsche, dass dein Glück
sich jeden Tag erneue,
dass eine gute Tat
dich jede Stund erfreue!

Und wenn nicht eine Tat,
so doch ein gutes Wort,
das selbst im Guten wirkt,
zu guten Taten fort.

Und wenn kein Wort,
doch ein Gedanke schön und wahr,
der dir die Seele mach
und rings die Schöpfung klar.

(Friedrich Rückert 1788-1866, deutscher Dichter)

In tausend Blumen steht die Liebesschrift geprägt, wie ist die Erde schön, wenn sie den Himmel trägt!

(Friedrich Rückert, 1788-1866)

Lass geliebtes Angesicht

Lass, geliebtes Angesicht,
Lass uns nicht verzagen,
Dass der Liebe Jugendlicht
Lischt in kurzen Tagen.

Ew'ge Jugend ist durch dich
Auf in mir gegangen;
Mag denn nur die ird'sche sich
Stehlen von den Wangen!

Dieses Leben, das du mir
Liebend hast gegeben,
Liebend wieder geb' ich dir
Und verschönt das Leben.

Jeder Blitz aus deinem Licht,
Jeder Schönheitsfunken,
In das Dunkel ist er nicht,
Sondern hier versunken;

In die frühlingshelle Brust
Stieg er leis' hernieder,
Ward ein stiller Keim der Lust
An dem Baum der Lieder.

Liebste! dieses Frühlings Glanz,
Den ich dir verdanke,
Freudig deinem Haupt zum Kranz
Opfr' er jede Ranke.

Wann in meines Auges Glanz
Du nicht mehr mein Lieben
Lesen kannst, so lies es ganz
Noch im Lied geschrieben.

Wann kein andrer Spiegel dir
Will die Jugend zeigen,
In des Liedes Spiegel hier
Ist sie noch dein eigen.

(Friedrich Rückert 1788-1866, deutscher Dichter)

Der Himmel ist nur da, die Erde zu ergänzen.

(Friedrich Rückert, 1788-1866)

Der unerfüllte Wunsch

Gut ist's, einen Wunsch zu hegen
In der Brust geheimstem Schrein,
Mit dem Wahn, an ihm gelegen
Sei dein volles Glück allein.

Gut ist's, daß der Himmel immer
Dir verschiebt die Wunschgewähr
Denn beglückt, du wärst es nimmer,
Und du hofftest es nicht mehr.

(Friedrich Rückert 1788-1866, deutscher Dichter)


Sommergräser

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Das Alter nimmt dir nichts, was es dir nicht erstattet.

(Friedrich Rückert, 1788-1866)

Die Zeit geht nicht

Die Zeit geht nicht, sie stehet still,
Wir ziehen durch sie hin;
Sie ist ein Karawanserei,
Wir sind die Pilger drin.

Ein Etwas, form- und farbenlos,
Das nur Gestalt gewinnt,
Wo ihr drin auf und nieder taucht,
Bis wieder ihr zerrinnt.

Es blitzt ein Tropfen Morgentau
Im Strahl des Sonnenlichts –
Ein Tag kann eine Perle sein
Und hundert Jahre – nichts!

Es ist ein weisses Pergament
Die Zeit, und jeder schreibt
Mit seinem besten Blut darauf,
Bis ihn der Strom vertreibt.

An dich, du wunderbare Welt,
Du Schönheit ohne End,
Schreib ich 'nen kurzen Liebesbrief
Auf dieses Pergament.

Froh bin ich, dass ich aufgetaucht
In deinem runden Kranz;
Zum Dank trüb ich die Quelle nicht
Und lobe deinen Glanz!

(Gottfried Keller 1819-1890, schweizer Dichter)

Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts; ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.

(Gottfried Keller, 1819-1890)

Glücklich ihr Blätter

Glücklich, ihr Blätter, wenn die Lilienhand
Der Hohen, die beherrscht mein ganzes Sein,
Euch hält und schliesst euch wie Gefangne ein,
Die vor Dem zittern, der sie überwand.

Glücklich, ihr Zeilen, wenn auf euch gewandt
Des schönen Augs glutvoller Sonnenschein,
Und ihr die blut'ge tränenvolle Pein
Vor ihr enthüllt, die ich durch sie empfand.

Glückliche Reime, die sich baden dürfen
In ihren Reizen und Begeisterung schlürfen
Aus ihren Augen - sucht ihr zu gefallen,
Die meine Sehnsucht ist, mein Glück vor Allen.

Blätter der Liebe, feiert nur die Eine!
Erfreut ihr sie, so kümmert sonst mich keine.

(Edmund Spenser 1553-1599, englischer Dichter)

übersetzt von Friedrich Bodenstedt 1819-1892.

Der Wind, der durch die Welt die Jugend treibt, sich Glück wo anders, als daheim, zu suchen, wo uns Erfahrung spärlich reift.

(William Shakespeare, 1564-1616)

An meine Mutter

Ich wünsche dir alles Gute,
Und wünsche dir alles Glück!
Des Schicksals eiserne Rute,
Sie weiche vor dir zurück!

Ich wünsche dir schöne Träume,
Und schönere Wirklichkeit,
Und üppige Blütenbäume
Und stete Fröhlichkeit.

Ich wünsche dir ein Jahrhundert,
Und Frische der Jugend dabei,
Damit sich ein jeder verwundert,
Wie rüstig die Edle sei!

Doch was für mich ersehne,
Das ratest du also bald:
Mein Ohr vernehme deine Töne,
So lang' ihm noch etwas schallt!

So lange es fähig zu hören!
Mein Auge, so lange es sieht
Sie mögen dich sehen und hören!
Mein Herz, das für dich erglüht!

Es möge dich wonniglich fühlen,
Bevor es von hinnen zieht!
Dann scheid' ich mit Dankesgefühlen
Mit einem zufriedenen Lied!

(Friederike Kempner 1836-1904, deutsche Dichterin)


Sommergräser

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Gibt's ein Glück? Gab's ein Glück? Ich bezweifl' es sehr! Gibt es ohne Sturm und Angst Irgendwo ein Meer?

(Friederike Kempner, 1836-1904)

Wolfgang von Goethe Gedichte

Zum Siebzigsten

Wer die Körner wollte zählen,
die dem Stundenglas entrinnen,
würde Zeit und Ziel verfehlen,
solchem Strome nachzusinnen.

Auch vergehen uns die Gedanken,
wenn wir in dein Leben schauen,
freien Geist in Erdeschranken,
freies Handeln und Vertrauen.

So entrinnen jeder Stunde
fügsam glückliche Geschäfte.
Segen dir von Mund zu Munde!
Neuen Mut und frische Kräfte!

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)

Der Wein erfreut des Menschen Herz, und die Freudigkeit ist die Mutter aller Tugenden.

(Goethe, 1749-1832)

Das Leben ist ein schlechter Spass

Das Leben ist ein schlechter Spass,
dem fehlt's an dies, dem fehlt's an das,
der will nicht wenig, der zu viel,
und Kann und Glück kommt auch ins Spiel.
Und hat sich's Unglück drein gelegt,
jeder, wie er nicht wollte, trägt.
Bis endlich Erben mit Behagen
Herrn Kannnicht-Willnicht weiter tragen.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter)

Johann Gottfried Herder Gedichte

Der Regenbogen

Schönes Kind der Sonne,
Bunter Regenbogen,
Ueber schwarzen Wolken
Mir ein Bild der Hoffnung.

Tausend muntre Farben
Bricht der Strahl der Sonne
In verhüllten Thränen
Ueber grauer Dämmrung.

Und des weiten Bogens
Feste Säulen stehen
Auf des Horizontes
Sichrem Felsenboden.

Weh! der Bogen schwindet,
Seine Farben blassen;
Von den festen Säulen
Glänzet noch ein Wölkchen.

Aber seht, der Himmel
Bläuet sich; die Sonne
Herrschet allgewaltig,
Und die Auen duften.

Schwindet, holde Kinder
Schöner Jugendträume,
Schwindet! Nur die Sonne
Steig' hinauf und walte!

Hoffnungen sind Farben,
Sind gebrochner Strahlen
Und der Thränen Kinder;
Wahrheit ist die Sonne.

(Johann Gottfried Herder 1744-1803, deutscher Schriftsteller)

Denn dem Glück, geliebt zu werden, gleicht kein ander Glück auf Erden.

(J.G. Herder, 1744-1803)

Der Gewinn des Lebens

Am kühlen Bach, am luft'gen Baum
Träum' ich nun meines Lebens Traum,
Und mag nicht wissen, ob die Welt,
Wie ich mir träume, sei bestellt;

Denn ach, ist Der wohl mehr beglückt,
Der, dass sie nicht so sei, erblickt?
Ich ging einmal der Weisheit nach
Und hörte, was die Weisheit sprach.

Sie sprach so viel- und mancherlei,
Was einst die Welt gewesen sei
Und jetzt nicht ist und, sehr verirrt,
Wohl nimmer, nimmer werden wird.

Ich grämte mich und ging im Gram,
Als mir der Ruhm entgegen kam.
"Dir," sprach er, "Sohn, Dir ist beschert,
Zu räumen weg, was Dich, beschwert."

Ich räumte, wollte vor mich sehn;
Allein die Felsen blieben stehn.
Ermattet, ohne Gram und Zorn,
Sucht' ich nun Rosen unterm Dorn.

Die Rosen, ach! entfärbten sich,
Und ihre Dornen stachen mich;
Zwei Knöspchen unter allen hier,
Lieb' und die Freundschaft, blieben mir.

Am kühlen Bach, am luft'gen Baum
Träum' ich nun meines Lebens Traum.
Die beiden Knöspchen pfleg' ich mir
Und weihe sie, o Sonne, Dir!

Komm, kühler Bach, erquicke sie!
Komm, süsses Lüftchen, stärke sie!

(Johann Gottfried Herder 1744-1803, deutscher Schriftsteller)


Sommergräser

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Flüchtiger als Wind und Welle flieht die Zeit; was hält sie auf?

(J.G. Herder, 1744-1803)






Rainer Maria Rilke Gedichte

Tagelied

Jetzt kommen wieder die Pläne,
die ins Weite gehn.
Draussen rufen die Hähne:
die Ferne will entstehn

nach aller dieser Nähe,
die uns zusammenschloss.
Wach auf, damit ich sähe,
was ich so sehr genoss.

Mir geht es noch im Blute,
noch duftet das ganze Haus.
Zu was für Worten ruhte
mein Mund auf deinem aus,
auf deinem guten Munde,
auf deiner beruhigten Brust:

Stunde ging um Stunde,
wir haben es nicht gewusst.
Nun kommen die Geräusche.
Schon rührte sich eine Tür.

Dass es dich nicht enttäusche,
wache mit mir, verspür,
wie es schon weht vom Tage:
da muss ich nun hinaus -

Wache zu mir und sage:
Seh ich traurig aus?
Das dauert nur eine Weile,
mach dir das Herz nicht schwer.
Die Nacht ist, dass man sie teile,
der Tag, dass man ihn vermehr.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)

Gott lieben heisst eintreten, gehen, stehen, ausruhen und überall in der Liebe Gottes sein.

(Rilke, 1875-1926)

Ende des Herbstes

Ich sehe seit einer Zeit,
wie alles sich verwandelt.
Etwas steht auf und handelt
und tötet und tut Leid.

Von Mal zu Mal sind all
die Gärten nicht dieselben.
Von den gilbenden zu der gelben
langsamem Verfall.
Wie war der Weg mir weit.

Jetzt bin ich schon bei den leere
und schau durch alle Alleen.
Fast bis zu den fernsten Meeren
kann ich den ernsten schwere
verwehrenden Himmel sehn.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)

Jeder Tag ist der Anfang eines Lebens, jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.

(Rilke, 1875-1926)

Es ist Zeit, der Sommer war gross

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)






Matthias Claudius Gedichte

Der Frühling - am ersten Maimorgen

Heute will ich fröhlich, fröhlich sein.
Keine Weis' und keine Sitte hören;
Will mich wälzen und für Freude schrein,
Und der König soll mir das nicht wehren;

Denn er kommt mit seiner Freuden Schar
Heute aus der Morgenröte Hallen,
Einen Blumenkranz um Brust und Haar
Und auf seiner Schulter Nachtigallen;

Und sein Antlitz ist ihm rot und weiss,
Und er träuft von Tau und Duft und Segen -
Ha! Mein Thyrsus sei ein Knospenreis,
Und so tauml' ich meinem Freund entgegen.

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)

Habe immer etwas Gutes im Sinn.

(Matthias Claudius, 1740-1815)

Mein Rose

Dem holden Lenzgeschmeide,
Der Rose, meiner Freude,
Die schon gebeugt und blasser
Vom heissen Strahl der Sonnen,
Reich' ich den Becher Wasser
Aus dunklem, tiefen Bronnen.

Du Rose meines Herzens!
Vom stillen Strahl des Schmerzens
Bist du gebeugt und blasser.
Ich möchte dir zu Füssen,
Wie dieser Blume Wasser,
Still meine Seele giessen!
Könnt ich dann auch nicht sehen
Dich freudig auferstehen.

(Nikolaus Lenau 1802-1850, österreichischer Schriftsteller)


Sommergräser

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Bild-Text

Ich bin mein Schatten, der mich überdauert.

(Nikolaus Lenau, 1802-1850)

Das aber ist des Alters Schöne

Das aber ist des Alters Schöne,
dass es die Saiten reiner stimmt,
dass es der Lust die grellen Töne,
dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.

Ermessen lässt sich und verstehen
die eigne mit der fremden Schuld,
und wie auch rings die Dinge gehen,
du lernst dich fassen in Geduld.

Die Ruhe kommt erfüllten Strebens,
es schwindet des Verfehlten Pein
und also wird der Rest des Lebens
ein sanftes Rückerinnern sein.

(Ferdinand von Saar 1833-1906, österreichischer Schriftsteller)

Im Garten blühn schon ein Weilchen

Im Garten blühn schon ein Weilchen
Schneeglöckchen, Krokus und Veilchen.
Da hab´ ich mich nicht lang bedacht
und ein schönes Sträusschen zurechtgemacht.
Das bringe ich dir zum Geburtstagsfest.
Der Frühling dich schön grüssen lässt.
Er sagt, mit allem Sonnenschein
kehrt er so gerne bei dir ein,
damit dein neues Lebensjahr
sei sonnig, fröhlich, hell und klar.

(Friedrich Wilhelm Güll 1812-1879, deutscher Dichter)

Joachim Ringelnatz Gedichte

Schön, dass du geboren bist

Ach, wie schön, dass Du geboren bist!
Gratuliere uns, dass wir Dich haben,
dass wir Deines Herzens gute Gaben
oft geniessen dürfen ohne List.

Deine Mängel, Deine Fehler sind
gegen das gewogen harmlos klein.
Heut nach vierzig Jahren wirst du sein:
immer noch ein Geburtstagskind.

Möchtest Du: nie lange traurig oder krank
sein. Und wenig Hässliches erfahren.-
Deinen Eltern sagen wir unseren
fröhlichen Dank dafür,
dass sie Dich gebaren.

Gott bewinke Dir
alle Deine Schritte;
ja, das wünschen wir,
Deine Freunde und darunter (bitte)

Dein...............

(Joachim Ringelnatz 1883-1934)

Jeder spinnt auf seine Weise – der eine laut, der andere leise.

(Ringelnatz, 1883-1934)

Schenken

Schenke gross oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei,
Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.

(Joachim Ringelnatz 1883-1934, deutscher Schriftsteller)

Wilhelm Busch Gedichte

Zum Geburtstag im Juni

Der Juni kam. Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
Ein wonnevoller Rosenduft
Dringt tief in alle Nasen.

Manch angenehmes Vöglein
Sitzt flötend auf den Bäumen,
Indes die Jungen, zart und klein,
Im warmen Neste träumen.

Flugs kommt denn auch dahergerennt,
Schon früh im Morgentaue,
Mit seinem alten Instrument
Der Musikant, der graue.

Im Juni, wie er das gewohnt,
Besucht er einen Garten,
Um der Signora, die da thront,
Mit Tönen aufzuwarten.

Er räuspert sich, er macht sich lang,
Er singt und streicht die Fiedel,
Er singt, was er schon öfter sang;
Du kennst das alte Liedel.

Und wenn du gut geschlafen hast
Und lächelst hold hernieder,
Dann kommt der Kerl, ich fürchte fast,
Zum nächsten Juni wieder.

(Wilhelm Busch 1832-1908, deutscher humoristischer Dichter)

Enthaltsamkeit ist das Vergnügen an Dingen, welche wir nicht kriegen. Drum lebe mässig, denke klug, wer nichts gebraucht, der hat genug.

(Wilhelm Busch, 1832-1908)

Ratschlag

Mein Sohn, hast Du
allhier auf Erden
Dir vorgenommen, was zu werden,
sei nicht zu keck, und denkst Du,
sei ein stiller Denker.
Nicht leicht befördert wird der Stänker.

Mit Demut salbe Deinen Rücken,
voll Ehrfurcht hast Du Dich zu bücken,
musst heucheln,
schmeicheln,
musst Dich fügen;
denn selbstverständlich nur durch Lügen
kommst Du vom Fleck.

Oh tu's mit Eifer, tu's geduldig,
bedenk, was Du Dir selber schuldig.
Das Gönnerherz wird sich erweichen,
und wohlverdient wirst Du erreichen
den guten Zweck.

(Wilhelm Busch 1832-1908, humoristischer deutscher Dichter)

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