Ihr Leute gross und klein

Geburtstagsgedicht von Matthias Claudius und weitere schöne Gedichte dieses bekannten deutschen Dichters.

Ihr Leute gross und klein

Ihr Leute gross und klein, ihr wisst,
dass heute unser Festtag ist
und dass wir feiern müssen.
So fangt nur gleich frühmorgens an
und bis die Stern am Himmel stehn
und singt und springt und springt und singt.

Denkt heute niemand an Gefahr,
und ob wir über hundert Jahr
den Tag noch feiern werden.
Wir haben ihn ja heute noch,
Gott sei gelobt! so braucht ihn doch,
und macht uns heut das Herz nicht krank und schwer.

Denn freilich! alles Ding vergeht,
auch unser Festtag nicht besteht,
er wird uns endlich fehlen.
Doch nicht so bald - fleht und hofft,
er soll noch wiederkommen oft,
soll oft noch wiederkommen!

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)

Die Liebe

Die Liebe hemmet nichts;
sie kennt nicht Thür noch Riegel,
Und dringt durch Alles sich;
Sie ist ohn' Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)

Hochzeitslied

Stand ein junges Veilchen auf der Weiden,
Lieb und herzig, in sich, und bescheiden;
Und ein wackrer Jüngling über Land
Kam hin, da das Veilchen stand.

Und er sah das Veilchen auf der Weiden
Lieb und herzig, in sich, und bescheiden;
Sah es an mit Liebe und mit Lust,
Wünscht' es sich an seine Brust.

Heute wird das Blümchen ihm gegeben,
Dass er's trag an seiner Brust durch's Leben!
Und ein Kreis von edlen Menschen steht
Ernst, und feiert mit Gebet.

Seid denn glücklich! Gott mit Euch, Ihr Beyde!
Seine "Sonn am Himmel" schein' Euch Freude;
Und, in Eurer Freud', in Eurem Schmerz,
Seine "bessre" Euch in's Herz!

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)

Die Sternseherin

Ich sehe oft um Mitternacht,
Wenn ich mein Werk getan
Und niemand mehr im Hause wacht,
Die Stern' am Himmel an.

Sie gehn da, hin und her zerstreut
Als Lämmer auf der Flur;
In Rudeln auch, und aufgereih't
Wie Perlen an der Schnur;

Und funkeln alle weit und breit,
Und funkeln rein und schön;
Ich seh die große Herrlichkeit,
Und kann mich satt nicht sehn...

Dann saget, unterm Himmelszelt,
Mein Herz mir in der Brust:
»Es gibt was Bessers in der Welt
Als all ihr Schmerz und Lust.«

Ich werf mich auf mein Lager hin,
Und liege lange wach,
Und suche es in meinem Sinn,
Und sehne mich darnach.

(Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter)

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