Gedicht des Monats

GeburtstagsGedichte zum 50.

Sprüche und Lebensweisheiten, kurze, lange, lustige, ernste

Schöne Gedichte zum 50., 51., 52... Geburtstag. Poetische Reime und Verse, tiefgründige Geburtstagstexte und Gedanken, lyrische Worte sowie anspruchsvolle Geburtstagsgedichte und Sprüche für Kartenwünsche mit Spruchbildern zum Ausdrucken.

Blütendüfte

In einem stillen Meer von Blütendüften
füllt sich ein Zauber leis in Lüften.
Wie wiegen doch die bunten Tage,
wenn Zuversicht und Liebe tragen.

(© Hanna Schnyders)


Zahl 50 mit Herz und Spruch

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Bild-Text

Nicht warten bis die beste Zeit kommt, sondern die jetzige zur besten machen.

(© Monika Minder)

50 ist...

50 ist wie leichtes Sommerschweben,
mitten drin im kunterbunten Leben.
50 ist wie sich erheben,
und nochmals fünfzig leben.

(© Hanna Schnyders)

S P R U C H
Der zarte Faden zwischen Himmel und Meer, unzerreissbares Wunder. Wie Freundschaft von filigran bis unendlich...

(© Beat Jan)

Mittendrin sei unverschämt

Gedichte seien heute ungereimt,
hab ich mir sagen lassen
und Mittendrin sei unverschämt
lang und mit den Tupfentassen
seis auch schon ziemlich her –
es wird schon gut, schau das Meer
fragt auch nicht, wohin wir gehn.

(© Monika Minder)

M I T T E N D R I N
Auf dem Weg von A nach B, mittendrin in den Farben, den Gedankengängen, der Fragen und Zusammenhänge. Mittendrin im Kleeblattglück, auf der Suche nach Sternschnuppen und der Leichtigkeit des Seins. Dabei nicht müde werden und ab und zu einen Hauch Geheimnis auf den Wangen spüren, weils auch leise werden muss. From time to time touch the sound of silence.

(© Monika Minder)

Zeitwert

Wie viel Leben können wir fassen,
wie viel Zeit verpassen?
Wieviel Schönheit sehen
oder daran vorübergehen?
Wie viel Händedrücken
und liebeflüstern?
Wie oft dem Geld nachgejagt
und Freunde vertagt? –

Wie viel Leben können wir fassen,
wie viel Glück verpassen?

(© M.B. Hermann)

S P R U C H
Es ist noch alles da, das Geschenkte. In den Erinnerungen wachsen Blumen.

(© Monika Minder)




Ich und Du

So viel Wir
und Ich und Du
durch Spuren geschritten
und der grossen Frage: wozu?

So viele Freunde
und Ich und Du
durch Antworten gestritten
und der Angst: bleibst du?

So viele Stunden
und Tage und Jahre
beisammen, uns blühend genährt
ohne zu Fragen, ob Liebe verjährt.

(© Monika Minder)


lila Punkte mit Happy Birthday

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G E D A N K E N zum 50.
Wo wir schon die Hälfte des Lebens hinter uns haben und nochmals so viel vor uns, das ist ja an sich schon ein Geschenk. Satte, fette 50 Jahre. Wow! Vielleicht haben wir aus dem Wenigen, das wir hatten viel gemacht und das Kleine immer wertgeschätzt, den Mut nie verloren und aus dem grössten Pech noch ein kleines Glück gezaubert. Das Lachen immer wieder gefunden und das Leben mit seinen Höhen und Tiefen als Aufgabe gesehen. Weil wir wissen, wir sind kein Endprodukt, wir sind nie fertig. In jedem Alter gibt es immer noch etwas zu erfahren, zu erleiden. Mehr und weniger sanft müssen wir manchmal auf etwas gestossen werden, weil ein Richtungswechsel nötig ist, eine andere Sichtweise. Damit wir uns Gedanken machen sollen, weil unsere Seele an Möglichkeiten noch so jung ist, wie der Schmetterling, der sich gerade auf die Frühlingsblume setzt.

(© Monika Minder)




Stunden eilen

Stunden eilen frohen Schrittes,
ringsum blättern Bäume,
Ringe tragen Lebensabschnitte
ohne Reue.

(© M. B. Hermann)

S P R U C H
Von allem die Mitte ist das Beste.
Panton mes arista.

(Theognis von Megara, um 540-500 v.Chr.)

So singend

So singend
rinnen Tage
durch die Zeit.

So klingend
spinnen Fragen
durch die Welt.

So sinnlich
lieben Herzen
in den Himmel

dass bis zu den Sternen
zauberhafte Jahre
immer noch
an Raum gewinnen.

(© Monika Minder)


Margerite mit Himmel

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Bild-Text

Es gibt so tiefe Zeiten
Leise Worte sind so gross.
Ich schenk dir Ewigkeiten
und lege meine Hand
in deinen Schoss.

(© Monika Minder)

Ein Sträusschen

Trägt der Wind ein Sträusschen übers Feld,
duftreich, bunt und üppig will es sein,
und auf dem Baum, dem schlanken schönen,
lässt Vöglein laut sein Lied ertönen.
So mag der Himmel alle zusammenführen,
und oft noch die Erde zum Blühen berühren.

(© Hanna Schnyders)

S P R U C H
Nichts Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.

(© Ingeborg Bachmann)

Jede Blume

Jede Blume blüht als kleiner Teil
des grossen Weltgetriebes,
Als kleiner Teil der Wiese
unter unsern nackten Füssen.
Nichts ist gross alleine,
jeder kann nur immer
kleines Sandkorn sein.

So ist auch deine
ausgestreckte Hand ein Teil
von deiner ganzen Güte
und was mir davon zuteil
gebührt ein grosser Dank
für diese Liebe.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Zuversichtlich den Träumen folgen und die Blumen ehren, wer sollte da nicht alt werden.

(© M.B. Hermann)

Frei sein

Ein bisschen mehr frei sein
von den Fesseln der Welt.
Trunken sein ohne Wein und Rausch.
Sich freuen an den kleinen Dingen,
das ist der Weg zum Glücklichsein.

(© Monika Minder)

Z I T A T
Die Liebe ruhet nicht. Sie kann in ihren Wirkungen und in ihrem Wohltun gestöret und gehindert werden, aber sie hört nicht auf zu lieben, wie die Sonne nicht aufhört zu scheinen.

(Matthias Claudius, 1740-1858)

Dein Frühling

Nun wirst du auch schon 50 Jahre.
Dein Frühling war so mild und licht.
Vieles ist heut klarer und du weisst,
das Meer erschöpft sich nicht.

Lass dir den Lenz noch lang behagen,
der Winter kommt noch früh genug.
Traurige und fröhliche Tage
machen das Leben tief und gut.

(© Monika Minder)

Z I T A T
Dies ist das Geheimnis der Liebe, dass sie solche verbinde, deren jedes für sich sein könnte und doch nichts ist und sein kann ohne das andere.

(Friedrich Wilhelm Joseph v Schelling, 1775-1854)

Segenswunsch

Möge Gott dir viele Lebensjahre gewähren
er weiss ganz bestimmt,
dass die Erde zu wenig Engel hat
und der Himmel übervoll von ihnen ist.

(Irischer Segensspruch)


Gräser in blau

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Bild-Text

Zuversicht und Mut lassen Träume sorglos in ein Morgen fallen.

(© Jo M. Wysser)

Weise werden

Was kann man tun?
Was darf man hoffen?
Mehr in sich ruhn
Und in der Liebe offen.

Leben Lassen
Sich verfassen
Im Du werden
Mehr reden
Schweigen
Sich einlassen
Und loslassen.

Nein sagen
Fragen haben
Liebe leben
Werden

Und immer
Immer wieder
Werden.

(© Monika Minder)

Von Sein zu Sein geht alles Leben über. – Zum Nichtsein ist kein Schritt in der Natur.

(Christoph August Tiedge, 1752-1841)


Gräser in blau

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Bild-Text

Was bleibt gibt Tiefe, was sich verändert, hält lebendig.

(© Beat Jan)

In meinem Leben geht es um die Lebensmitte - toller Song von Nena

In meinem Leben

In meinem Leben
Bin ich oft geflogen
Bin ich tief gefallen
Und manchmal auch ertrunken
Ich hab gewonnen
Und ich hab verloren
Und ich bin gestorben
Und wieder neu geboren
Ich hab gegeben
Und ich hab genommen
Wir haben uns gefunden
Wir sind so weit gekommen
Ich bin mir nah
Und immer wieder fremd
Das hat was von allein sein
Und das mich keiner kennt

Ich will nicht arm sein
Und Geld macht mich nicht reich
Manchmal ist Leben schwer
Und meistens finde ich es leicht
Ich hab geweint
Und ich hab gelacht
Und endlich rausgefunden
Was mich schöner macht
Ich hab getrunken
Und ich hab geraucht
Und ich hab meine Kräfte
Komplett aufgebraucht
Und wenn ich wieder
Auf die Beine komme
Ist immer wieder Leben
Ist immer wieder Sonne

Und hier bist du
Hältst meine Hand und lachst
Weil du mich besser kennst als ich
Ich bin verliebt in dich
Mein Leben will
Ich mir nicht vorstellen ohne dich

In meinem Leben
Bin ich oft geflogen
Ich hab auch schon gelogen
Und dich und mich betrogen
Ich flog hinauf zum Himmel
Und bin ganz tief gesunken
Und ich lass mich hängen
Und steh dann wieder auf
Ich leb so gesund
Und Drogen nehm ich auch
Ich zähl die Jahre
Und ich zähl sie nicht
Ich steh im Dunkeln
Und ich mag das Licht

Und hier bist du
Hältst meine Hand und lachst
Weil du mich besser kennst als ich
Ich bin verliebt in dich
Mein Leben will
Ich mir nicht vorstellen ohne dich

Ich liebe manche Menschen
Und manche lieben mich
Und die die mich nicht lieben
Die vermisse ich nicht
Ich liebe meine Kinder
Und ich liebe dich
Und manchmal fühl ich gar nichts
Dann fühl ich nicht mal mich
Ich wünsch mir Frieden
Und Gelassenheit
Ein Herz das immer warm ist
Ich bin noch nicht so weit

Freiheit tut mir gut
Ich tu mir manchmal weh
Ich fühl mich stark
Auch wenn ich gerade
Nicht so gerade steh
Meine Angst vorm Sterben
Verwandelt sich in Luft
Löst sich langsam auf
Weil mich das Leben ruft

Und hier bist du
Hältst meine Hand und lachst
Weil du mich besser kennst als ich
Ich bin verliebt in dich
Mein Leben will
Ich mir nicht vorstellen ohne dich
Mit dir will ich weiter und ich folge dir
Und du nimmst immer auch von mir
Ich bin verliebt in dieses Leben
Und ich bleib noch mal so lange hier
bei dir
Ich bleib noch mal so lange hier
bei dir.

(Nena Kerner)

Lustige Gedichte zum 50. Geburtstag

Für dich

Heute komme ich ein bisschen später,
tut mir leid, ich war beschäftigt und
stürzte mich gerade noch in einen
Blumenladen, um nach deinen
Lieblingsblumen zu fragen.

Zum Glück hatten sie keine mehr,
denn eigentlich wollte ich dir etwas
Nützlicheres schenken, wie beispielsweise
Schokolodade oder was nicht welke.

So in Gedanken über das beste Geschenk,
merkte ich plötzlich, wie sehr ich an dich denk'
und mir wurde ganz warm ums Herz.

Ich rannte los, vergass was war, und nun
steh ich vor dir mit leuchtenden Augen
und ohne Geschenk. Dafür mit einem
Herz voller Liebe, einem Kopf voller
Erinnerungen und mit sehr viel Zeit.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Ich könnte meinen Kopf ins Kühlfach legen oder meine Zukunft, um noch ein bisschen jung zu bleiben...

(© M.B. Hermann)

Ewig leben

Geist aufgeben, ewig leben,
Besser, ewig geben, Geist aufleben.
Guter Mensch sein, gibt zu tun,
tun heisst auch, sich auszuruhn.

(© M.B. Hermann)

> mehr lustige Geburtstagsgedichte

Text-Beispiele für Geburtstags-Karten oder Briefe

1. Text-Beispiel mit Spruch

Die Einmaligkeit der Schöpfung
spiegelt sich in deinem Gesicht und
trägt sich mit dir in die Welt hinaus.

(Monika Minder)

Liebe/r ...

Jetzt ist es soweit, die Lebensmitte ist erreicht. Der Hochsommer des Lebens, wie man so schön sagt, welcher dich in die etwas milderen Tage führen wird. Doch auch der Spätsommer hat noch seine Launen und man soll an der Lust, die einem zusteht nicht vorbeigehen, habe ich irgendwo gelesen.

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du deine Einmaligkeit der Welt weiterhin so grosszügig zur Verfügung stellst und deinen Träumen genügend Raum schenkst.

Ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem 50. Geburtstag, alles Liebe und Gute und vor allem eine weiterhin so gute Gesundheit, viel Freude mit deinen Lieben und einfach alles Glück der Welt. Von Herzen dein/e ...

(© Textbeispiel und Spruch Monika Minder)




2. Text-Beispiel mit kleinem Gedicht

Küsse in die Lieder
in die Bäume
in die Kugeln.
Küsse wiegen
in den Träumen
in der Jugend.

(Monika Minder)

Liebe/r ...

Küssen geht immer. Und es wird immer noch schöner. Und die Träume werden bunter. Das eine ist schon gelebt, das andere will noch, drängt noch... Dein neues Jahrzehnt wird kugelrund und bunt. Da bin ich mir sicher. Und ich wünsche dir dabei viel Glück, Gesundheit und vor allem ganz viel Freude an deinen Vorhaben.

Alles herzlich Liebe der Welt wünscht dir dein/e...

(© Textbeispiel und Gedicht Monika Minder)

> mehr Geburtstagstexte


Sonnenuntergang

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Bild-Text

Ich möchte dir
den Himmel bewahren;
für mich.

(© Monika Minder)

Bekannte & klassische Gedichte und Sprüche zum 50. Geburtstag

Da kommt mir eben so ein Freund

Da kommt mir eben so ein Freund
mit einem grossen Zwicker.
Ei, ruft er, Freundchen, wie mir scheint,
Sie werden immer dicker.

Ja, ja man weiss oft selbst nicht wie,
so kommt man in die Jahre;
Pardon, mein Freund, hier haben sie
schon eins, zwei graue Haare!

Hinaus, verdammter Kritikus,
sonst schmeiss ich dich in Scherben.
Du Schlingel willst mir den Genuss
der Gegenwart verderben.

(Wilhelm Busch 1832-1908, deutscher humoristischer Dichter)

Das Mutterherz ist der schönste und unverlierbarste Platz des Sohnes, selbst wenn er schon graue Haare trägt. Und jeder hat im ganzen Weltall nur ein einziges solches Herz.

(Adalbert Stifter 1805-1868), österreichischer Erzähler)

Nicht lange will ich meine Wünsche wählen

Nicht lange will ich meine Wünsche wählen,
bescheiden wünsch ich zweierlei:
Noch fünfzig solcher Tage sollst du zählen
und allemal sei ich dabei!

(Eduard Mörike 1804-1875, deutscher Lyriker)

Monolog vieler Fünfziger: "'s ist ein eigentümliches Gefühl, wenn man so den ganzen weiten Weg überblickt, den man zurücklegen musste, um endlich dort anzukommen, wohin man keinesfalls gelangen wollte!".

(Otto Weiss 1849-1915, Wiener Musiker und Feuilletonist)

Weg mit Wünschen

Weg, weg mit Wünschen, Reimen, Schwänken!
Trinkt fleissig, aber trinket still!
Wer wird an die Gesundheit denken,
wenn man die Gläser leeren will?

(Gotthold Ephraim Lessing 1729-1781, deutscher Dichter)

Zufriedenheit verwandelt Wasser in Wein.

(alter Spruch, hier gefunden)

Geburtstagsgrüsse

In Gottes Huld -
Zum fünften Mal
Hast du genullt.
Drum sei recht froh und heiter
Und nulle kräftig weiter!

(Julie Schrader 1881-1939, deutsche Dichterin)

Quelle: Hedwig Dransfeld, Buch der Wünsche, Verlag von Reinhard Wilh. Thiemann.

Der wahre Weise ist immer heiter.

(Leo Tolstoi 1828-1910)

Ich blicke heute himmelwärts

Ich blicke heute himmelwärts,
Erhebe meine Hände;
Ich fleh' zu Gott, dass dein Geschick
Er stets zum Guten wende;
Dass er zu neuem Schaffen dir
Mög' Mut und Kraft verleihen,
Und dass er gütig helfe mir,
Dich täglich zu erfreuen.

(Hedwig Dransfeld 1871-1925, deutsche Dichterin)

Quelle: Buch der Wünsche, Verlag von Reinhard Wilh. Thiemann.

Wolken ziehen schnell vorüber, und die Sonne scheint jeden Tag.

(Rabindranath Thakur, 1861-1941)

Bitte

Sei nicht so mild mir mir, so gut -
Denn Liebe wrd durch leises Hoffen,
Und wallt auch stiller schon mein Blut:
Noch bin ich süsser Täuschung offen.

Noch kann ein holdes Angesicht
Der Ruhe tiefes Glück mir rauben,
Und weiss ich auch, du liebst mich nicht -
Ich könnte doch vielleicht es glauben.

Sei nicht so mild mit mir, so gut -
Noch bin ich süsser Täuschung offen.
Und wallt auch stiller schon mein Blut:
Die Liebe wird durch leises Hoffen.

(Ferdinand von Saar 1833-1906, österr. Schriftsteller)

Wohin ich auch gehe – es gibt überall eine Sonne, einen Mond, Gestirne, Träume für den Schlaf, Vögel – und die Allgegenwart Gottes.

(Epiktet, um 50-138, griechischer Stoiker und Philosoph)

Sonett 52

Dem reichen Manne gleich' ich, der im stillen
den Schlüssel führt zu den geheimen Schätzen,
die er dem eignen Blick nicht will enthüllen,
dass nicht Gewöhnung stumpfe das Ergötzen.

Darum sind seltne Feste so begehrt,
die glänzend doch das ganze Jahr bescheinen,
wie durch Juwelen von besondrem Wert
gemehrt der Glanz wird an den andren Steinen.

So wahre ich dich in dem Schrein der Zeit,
wie Festgewand dich sorgsam zu verschließen,
um, wenn es Zeit ist, deine Herrlichkeit
in der Enthüllung gänzlich zu genießen.

Gesegnet bist du, der die Lust mir weckt,
wenn offen du – mein Hoffen, wenn verdeckt.

(William Shakespeare 1564-1616, englischer Lyriker, Dramatiker)

Übersetzt von Karl Kraus (1933).

O versucht es nur, Blumen zwischen die öden Blätter des Lebens zu legen; fürchtet euch nicht, kindisch zu heissen bei zu klugen Köpfen; ihr werdet keine Reue empfinden, wenn ihr zurückblättert und auf die vergilbten Andenken trefft!

(Wilhelm Raabe, 1831-1910)

Schlingt dein Arm sich um den meinen

Schlingt dein Arm sich um den meinen,
Drück' ich deine Hand so lind,
Dann, Geliebte, will mir's scheinen
Ich sei wiederum ein Kind.

Und ich könne wieder beten,
Meiner stolzen Freiheit satt,
Könne keine Blume treten
Weil sie eine Seele hat.

Und die Kette sei zerrissen,
Die an Raum und Zeit mich band,
Und dein Auge sei mein Wissen
Und dein Herz mein Vaterland.

(Hermann von Gilm 1812-1864, österreichischer Dichter)

Das Einmalige an einer Freundschaft ist weder die Hand, die sich einem entgegenstreckt, noch das freundliche Lächeln oder die angenehme Gesellschaft. Das Einmalige an ihr ist die geistige Inspiration, die man erhält, wenn man merkt, dass jemand an einen glaubt….

(Ralph Waldo Emerson, 1803-1882)

Gedanken beim Antreten des 50. Jahres

Mein Auge hat den alten Glantz verlohren /
Ich bin nicht mehr / was ich vor diesem war /
Es klinget mir fast stündlich in den Ohren:
Vergiß der Welt / und denck auf deine Baar /
Und ich empfinde nun aus meines Lebens Jahren /
Das funfftzig schwächer sind als fünff und zwantzig waren.

Du hast / mein Gott / mich in des Vaters Lenden /
Als rohen Zeug / genädig angeschaut /
Und nachmahls auch in den verdeckten Wänden /
Ohn alles Licht / durch Allmacht aufgebaut /
Du hast als Steuermann und Leitstern mich geführet /
Wo man der Wellen Sturm / und Berge Schrecken spüret.

Du hast den Dorn in Rosen mir verkehret /
Und Kieselstein zu Cristallin gebracht /
Dein Seegen hat den Unwerth mir verzehret /
Und Schlackenwerck zu gleichem Ertzt gemacht.
Du hast als Nulle mich den Zahlen zu gesellet /
Der Welt Gepränge gilt nach dem es Gott gefället.

Ich bin zuschlecht / vor dieses Danck zusagen /
Es ist zu schlecht was ich dir bringen kan.
Nim diesen doch / den du hast jung getragen
Als Adlern itzt auch in dem Alter an.
Ach! stütze Leib und Geist / und laß bey grauen Haaren /
Nicht grüne Sündenlust sich meinem Hertzen paaren.

Las mich mein Ampt mit Freudigkeit verwalten /
Las Trauersucht nicht stören meine Ruh /
Las meinen Leib nicht wie das Eys erkalten
Und lege mir noch etwas Kräffte zu.
Hielff das mich Siechthum nicht zu Last und Eckel mache /
Der Morgen mich bewein / der Abend mich verlache.

Las mich die Lust des Feindes nicht berücken /
Die Wermuth offt mit Zucker überlegt /
Verwirr ihn selbst im Garne seiner Tücken /
Das der Betrug nach seinem Meister schlägt.
Las mich bey guter Sach ohn alles Schrecken stehen /
Und unverdienten Haß zu meiner Lust vergehen.

Verjüng in mir des schwachen Geistes Gaben /
Der ohne dich ohn alle Regung liegt /
Las mit der Zeit mich diesen Nachklang haben:
Das Eigennutz mich niemahls eingewiegt /
Daß mir des Nechsten Gutt hat keinen Neid erwecket /
Sein Ach mich nicht erreicht / sein Weinen nicht beflecket.

Hielff / das mein Geist zum Himmel sich geselle /
Und ohne Seyd und Schmüncke heilig sey;
Bistu doch / Herr / der gute reine Quelle;
So mache mich von bösen Flecken frey.
Wie leichtlich läst sich doch des Menschen Auge blenden!
Du weist / wie schwach es ist / es kombt aus deinen Händen.

Denn führe mich zu der erwehlten Menge /
Und in das Licht durch eine kurtze Nacht:
Ich suche nicht ein grosses Leichgepränge /
Aus Eytelkeit / und stoltzer Pracht erdacht.
Ich wil kein ander Wort um meinen Leichstein haben /
Als diß: Der Kern ist weg / die Schalen sind vergraben.

(Hoffmann von Hoffmannswaldau, 1616-1679, deutscher Lyriker, Epigrammatiker)

S P R U C H
Ohne Freundschaft gibt es kein Leben.

(Marcus Tullius Cicero 106- 43 v.Chr.)

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Ein toller Mann wird 50.
Herzlichen Glückwunsch!







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